Wasserver- und Abwasserentsorgung

Der Markt Aidenbach ist seit dem Jahr 1995 Mitglied im Zweckverband Wasserversorgung Bayerischer Wald. Aidenbach erhält sein Trinkwasser aus dem Grundwasserpumpwerk (GPW) Moos. Das in das GPW Moos geleitete Grundwasser ist bereits auf natürliche Weise weitgehend durch das Passieren der Bodenschichten gereinigt. Es ist mit dem Härtebereich 4 als naturbedingt hartes Wasser einzustufen, wie es überall zwischen Alpen und Donau anzutreffen ist.

Die Gemeinden Aidenbach und Aldersbach betreiben gemeinsam das Klärwerk Aldersbach. Die in den Jahren 1973/74 errichtete Kläranlage wurde bereits mehrfach modernisiert und nachgerüstet.

Die bisher umfangreichste Modernisierungs- und Umbaumaßnahme am Klärwerk wurde im Jahre 2002 vorgenommen. Derzeit sind insgesamt rund 7.000 Einwohner an die zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen. Die Kläranlage Aldersbach erfüllt die neuesten Anforderungen an die Abwasserreinigung in dieser Größenordnung, unterschreitet diese sogar beträchtlich, so dass eine weitestgehende Nährstoffentlastung der Vils erreicht wird.

Haufig gestellte Fragen

Was ist bei einem Eigentümerwechsel zu veranlassen?

Bitte teilen Sie den neuen Eigentümer und den aktuellen Zählerstand mit. Außerdem benötigen wir den Zeitpunkt der Umstellung.  Beachten Sie bitte, dass der Markt Aidenbach nur mit Eigentümern abrechnet, nicht jedoch mit Mietern. Eine Zwischenabrechnung bei einem Mieterwechel ist daher grundsätzlich nicht möglich.


Kann das Wasser, das zur Gartenbewässerung benötigt wird, von der Kanalgebühr befreit werden?

Wasser, das zum Zwecke der Gartenbewässerung bezogen wird, kann von der Kanalgebühr befreit werden. Zu diesem Zweck hat der Grundstückseigentümer auf eigene Kosten einen vom Markt Aidenbach zu beziehenden Gartenwasserzähler einzubauen. Bitte überlegen Sie sich daher vorab, ob sich der Einbau eines Gartenwasserzählers überhaupt für Sie lohnt.
Beispiel: Der Einbau eines Gartenwasserzählers kostet je nach Zeit- und Materialaufwand der beauftragten Firma ca. 100 bis 140 Euro. Nach sechs Jahren ist mit neuen Kosten zu rechnen, da der Zähler auf Grund des Eichgesetzes auszuwechseln ist. Bei der aktuellen Kanalgebühr bedeutet dies, dass sich ein Gartenwasserzähler erst ab einem Verbrauch von etwa vier bis fünf Kubikmetern pro Jahr rechnet.
Der Gartenwasserabzug ist beim Markt Aidenbach zu beantragen (zum Formular).


Auf meinem Grundstück befindet sich ein alter Brunnen. Darf ich diesen nutzen?
Vorhandene Hausbrunnenanlagen, die zur Gartenbewässerung oder Viehtränkung genutzt werden, sind meldepflichtig.
Weitere Nutzungen des Brunnens sind gemäß Satzung ausgeschlossen und mit einem Bußgeld von bis zu 2.500 Euro bewehrt. Insbesondere ist eine Nutzung von Brunnenwasser im Haushalt untersagt.


Unter welchen Umständen kann Regenwasser im Haushalt genutzt werden?
Die Regenwassernutzung im Haushalt ist in engen Grenzen möglich. Zulässig ist das Betreiben der Toilettenspülung, vom Wäschewaschen mit Regenwasser wird inzwischen abgeraten. Auf jeden Fall zu beachten ist die strikte Trennung von Trink- und Brauchwassernetz.
Die Höhe der Abwassergebühren wird nach der Menge der Abwässer berechnet, die vom angeschlossenen Grundstück zugeführt wird. Hierzu zählen auch die aus einer Eigengewinnungsanlage zugeführten Wassermengen. Diese wird entweder per Zähler oder pauschal ermittelt.
•    Zähler:
Der Gebührenpflichtige baut auf eigene Kosten einen vom Markt Aidenbach zu beziehenden Zähler fest ein. Die Installation hat durch einen zugelassenen Installateur zu erfolgen.
•    Pauschale:
Sollte auf einen Zähler verzichtet werden, sieht die Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung eine Pauschalregelung vor. Pro Einwohner auf dem entsprechenden Grundstück wird als zugeführte Menge pro Jahr 15 m³ angesetzt.
Beispiel: Anwesen mit zwei Personen und einer Regenwasserzisterne mit Einspeisung in Toilettenspülung (ohne Zähler):
Gebührenpflichtige Wassermenge lt. Zähler:           50 m³
Abwassermenge gemäß Frischwasserverbrauch:    50 m³
Zzgl. Einspeisung aus Zisterne (2 x 15 m³):            30 m³
Gesamte Abwassermenge:                                      80 m³
Die Regenwassernutzung muss beim Markt Aidenbach beantragt werden (zum Formular).


Wann kommt eine Gebührenbefreiung auf Grund eines Wasserrohrbruchs in Betracht?

Eine Befreiung von der Wassergebühr kommt grundsätzlich nicht in Betracht, da sämtliches Wasser vom Markt Aidenbach bezogen wurde, auch wenn das Wasser ungenutzt wieder der Entwässerungsanlage zugeführt wurde. Denkbar ist jedoch ein Teilerlass der Kanalgebühren. Hier muss jedoch zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass das Wasser auf dem Grundstück des Eigentümers versickert ist und nicht der gemeindlichen Entwässerungseinrichtung zugeführt wurde.
Bitte überprüfen Sie unabhängig hiervon mindestens monatlich Ihren Wasserzählerstand, nur so lassen sich böse Überraschungen bei der Jahresabrechnung vermeiden.


Kann das Wasser für ein Schwimmbecken von der Kanalgebühr befreit werden?
Gemäß der Entwässerungssatzung des Marktes Aidenbach ist sämtliches auf dem Grundstück entstandenes Abwasser der Entwässerungseinrichtung zuzuführen (Anschluss- und Benutzungszwang). Für eine Ausnahme müssen besondere Gründe vorliegen, die es dem Antragstellen unzumutbar machen, das Wasser aus dem Schwimmbad einzuleiten. Daneben ist zu berücksichtigen, dass dem Wasser in der Regel im erheblichen Umfang chemische Zusätze verabreicht werden. Eine Gebührenbefreiung für Schwimmbecken kommt daher nicht in Betracht.