Einführung

Dekanat Aidenbach um 1855: Die Karte des Bistums Passau von 1867 zeigt -gelb hinterlegt- das Dekanat Aidenbach. Mit seinen 12 Pfarreien war es damals eines der größten im Bistum Passau

Joseph Pamler, Priester aus Aidenbach, geboren am 23.02.1818, gestorben am 21.10.1861 hat auf mehr als 5000 handgeschriebenen Seiten vor 150 Jahren die Geschichte und Topographie der Pfarreien des Dekanats Aidenbach festgehalten.


Ein Gebiet umgrenzt mit Eichendorf, Wallerfing, Forsthart, Walchsing, Aunkirchen, Oberiglbach, Dorfbach, St. Salvator, Uttlau, Amsham, Egglham, Emmersdorf, Haidenburg, Uttigkofen, Pörndorf, Kröhstorf und Dornach.

 

Große Verdienste erwarb sich Pamler auch um die Beschreibung der Bauernschlacht bei Aidenbach . Umfangreiche Totenlisten aus den Sterbebüchern vieler Pfarreien  aus dem Jahr 1706 hat er zusammengetragen. Lange Listen aus Aidenbach, Aldersbach, Beutelsbach, Egglham, Amsham, Rainding, Aunkirchen, Asbach, Haidenburg und Höhenstadt geben Zeugnis von den dramatischen Ereignissen.

 

An dieser Stelle soll nun das Gesamtwerk Pamlers verfügbar gemacht werden.

Entstehung und Durchführung des Projekts

Es gibt in Aidenbach die Josef-Pamler-Straße. Joseph Pamler hat nämlich ein kleines Büchlein verfasst: "Die Schlacht bei Aidenbach am 8. Januar 1706". Erstmals abgedruckt 1859. Zur 275-Jahrfeier 1956 in schöner originalgetreuer Aufmachung neu aufgelegt. Manche Aidenbacher wussten auch, dass es eine Chronik von Pamler im Rathaus geben soll. Bei Frau Franziska Metz  soll außerdem eine Hauschronik von Aidenbach liegen. Daraus hatte die verstorbene Ehrenbürgerin in ihrer kleinen Chronik von Aidenbach zitiert. Das war so der allgemeine Wissensstand um Joseph Pamler vor 10 Jahren.
In den letzten 10 Jahren immer wieder unterbrochen durch berufliche Auslandsaufenthalte, kann ich jetzt den vermutlich größten Teil des Gesamtwerkes von Joseph Pamler einer breiteren Öffentlichkeit über das Internet zugänglich machen.


Zwar ist die Initiative zum Projekt Pamler von mir ausgegangen, ganz große Teile der Transkripte aber wurden von ehrenamtlichen Mitarbeitern geschaffen.
Das große Problem war, dass mehrere tausend Seiten in Originalhandschriften Pamlers vorliegen, diese aber der Öffentlichkeit nur eröffnet werden können, wenn sie transkribiert werden, d. h. Wort für Wort in unsere Schreibschrift (auf den Computer) übertragen werden.


Der besondere Dank gilt Herrn Dr. Wurster, Archivdirektor des Bistums Passau, der die ganz entscheidenden Hinweise auf einzelne Originale geben konnte. Er hat außerdem über 2.000 Seiten gescannte Originalblätter zur Verfügung gestellt. Dies ermöglichte den verschiedenen "Transkripteuren" die Übertragung in "Heimarbeit". Ohne diese Vereinfachung wäre das Projekt vermutlich gescheitert - wer verbringt schon gern Tage und Wochen im Archiv in Passau?


Dank gebührt auch einer ganzen Reihe von Gemeinden in der Region. Sie haben die Kosten für das "Einscannen" immerhin mehr als € 2.000 anteilig übernommen. Lediglich die Gemeinde Wallerfing hat sich nicht an den Kosten am Geschichtsprojekt mit dem Argument beteiligt:  "Wir brauchen keine Chronik!".  Damit ist der Verfasser auf Kosten von € 145,30 sitzengeblieben.

Besonderer Dank ist den vielen „Transkripteuren“ auszusprechen. - Dieses "Pamler-Netzwerk" hat einen wichtigen bleibenden Beitrag für die Heimatforschung geleistet:

  • Gerlinde Lichtmannecker: Hauschronik Aidenbach
  • Raimund Scharnagl: Chronik Aidenbach und in Chronik Galgweis
  • Johann Plattner: Chronik Beutelsbach
  • Dr. Heribert Bögl: Chronik Aunkirchen
  • Josef  Heindl: Chronik Hartkirchen und in Bälde Chronik Dornach
  • Reinhard Hofer: Chronik Uttlau
  • Klaus Kellberger: Chronik Rainding
  • Claus-Peter Vetter: Teilchronik von Uttigkofen–Emmersdorf


Dank gilt auch Verwandten aus der Pamler-Familie, den Familien Teller-Perrotta, Schacherbauer und Hofmann, welche viele bisher unbekannte, verstreut im Privatbesitz vorhandene Bilder und Originalunterlagen zur Verfügung gestellt haben.

Dank gilt auch Herrn Tausche vom Stadtarchiv Landshut, der die Erlaubnis für den Historischen Verein für Niederbayern gab, die Abhandlung Pamlers zu Haidenburg und die Chronik von Egglham und Amsham zu veröffentlichen.

Bisher nicht aufgefunden wurden die Chroniken der Pfarreien Aldersbach und Haarbach. In keiner Quelle findet sich ein Hinweis, ob Pamler diese Chroniken überhaupt verfasst hat. Vielleicht bringt die Veröffentlichung eine Information  auf diese verschollenen (oder nicht verfassten) Chroniken.

Dank gilt  nicht zuletzt Frau Sandra Bauer von der Marktverwaltung Aidenbach, die es versteht, die Einzelelemente zu einem transparenten Gesamtwerk zusammenzusetzen.

Nikolaus Arndt
Aldersbach,  im März 2013