Pfarrchroniken

Auf mehr als 5000 handgeschriebenen Seiten hat Joseph Pamler die Geschichte und Topographie des damaligen Dekanats Aidenbach festgehalten.

 

Folgende Pfarrchroniken sind online abrufbar:

 

Die Chronik der Pfarrei Haarbach wird derzeit transkribiert.

Statistik

An dieser Stelle eine kurze Darstellung des Bistums Passau und des Dekanats Aidenbach zur Zeit der Aufstellung der Chroniken Pamlers.

 

Dazu liegen uns 2 sehr detaillierte und aussagekräftige Statistiken vor, nämlich:

  1. „Tabellarische Beschreibung des Bisthums Passau“ Martin Süss 1827
  2. „Statistische Beschreibung des Bisthums Passau“ Joseph Rottmayr 1867

 

Pamler hat sich im Aufbau der Pfarrbeschreibungen mit der Nennung der Orte stark an die Beschreibung durch Martin Süss orientiert. Das Zahlenwerk weicht nur ganz geringfügig ab.

 

Süss ermittelt 1827 für das Bistum Passau bei 16 Dekanaten 37.142 Häuser mit insgesamt 256.832 (katholischen) Seelen. Das ergibt durchschnittlich 6,9 Einwohner/ Haus.

 

Überraschend ist die damalige Größe des Dekanats Aidenbach:

Das Dekanat Aidenbach umfasste 1827 12 Pfarreien mit 2.635 Häusern und 17.447 Seelen (durchschnittlich 6,6 Einwohner/Haus)

Gegenüber der Statistik gibt es bei den Einwohnern innerhalb von 40 Jahren lediglich einen Bevölkerungszuwachs von knapp 8 %.

Aidenbach war damit das 4. Größte Dekanat im Bistum Passau z. B. vor Burghausen, Landau, Neuötting, Passau, Pfarrkirchen, Regen und Vilshofen.

Interessant ist, dass sich im Zeitraum 1827 bis 1867 lediglich die Pfarrei Galgweis deutlich entwickelte nämlich von 2348 auf 2.900 Seelen. Galgweis war ohnehin die größte Pfarrei im Dekanat. Dies liegt daran, dass im Ermittlungszeitraum die „kolonie Forsthart“ ähnlich wie die „Kolonie Pleckental“  => „Preggatola“ (bei Alkofen) angelegt wurde mit Fremdsiedlern.

Betrachtet man die einzelnen Pfarreien des Dekanats Aidenbach so fallen Namen wir Dornach, Pitzling und Uttlau ins Auge. Uttigkofen war nach Galgweisdie größte Pfarrei, Aldersbach abgeschlagen die kleinste.
In der „Tabellarischen Beschreibung des Bisthums Passau“ des Martin Süss von 1827 sind für jede Pfarrei eine Vielzahl von Ortschaften aufgeführt.

Ein Vergleich mit der Beschreibung der Ortschaften in den Chroniken Pamler lässt erkennen, dass Süss alphabetische aufgelistet hat, Pamler dagegen meist geographisch um den Pfarrort angeordnet. Grundsätzlich aber sind die Ortschaften in der Zahl fast immer exakt in beiden Werken zu finden.

Ein Wort zu den Urkatastern:

Für Bayern und damit auch für den geographischen Umfang des Dekanats Aidenbach liegen seit etwa 1827 sogenannte Urkatasterpläne vor. Dort sind sämtliche Einzelhäuser mit Katasternummern eingezeichnet und die damals zugehörigen Flurstücke der Haus-Nummer zugeordnet.

Für einzelne Ortschaften sind diese Urkataster bereits den Chronikbereichen zugeordnet.

 

Ausblick: Für die Gemeindebereiche Aldersbach, Aidenbach und Egglham liegen dem Verfasser diese Urkataster vor und werden Zug um Zug ergänzend dem Geschichtsprojekt zugeführt. Eine sehr umfangreiche Ergänzung.

 

Download: Statistik des Bistums Passau und des Dekanats Aidenbach 1827 und 1867