Baugenehmigung

Das Landratsamt Passau ist für die Einhaltung des öffentlichen Baurechts zuständig. Es steht Bauherren und ihren Entwurfsverfassern mit rechtlicher und technischer Beratung zur Seite, prüft Bauvorhaben auf deren Übereinstimmung mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften und erteilt Baugenehmigungen.

 

Bei den Genehmigungsverfahren stellt das vereinfachte Verfahren (Art. 59 BayBO) den Regelfall dar. Im Genehmigungsfreistellungs- verfahren (Art. 58 BayBO) werden Bauanträge behandelt, die vollständig den Vorgaben eines Bebauungsplans entsprechen. Die verfahrensfreien Vorhaben sind abschließend in Art. 57 BayBO aufgezählt.

 

Die BayBO stellt beim Bauen die Eigenverantwortlichkeit und Eigeninitiative des Bauherren und des Entwurfsverfassers in den Vordergrund. Auch wenn eine umfassende Prüfung nur noch bei Sonderbauten stattfindet und bestimmte Vorschriften im Genehmigungsverfahren nicht mehr geprüft werden, muss dennoch jedes Bauvorhaben die öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften einhalten (z. B. Abstandsflächen). Die Verantwortung beim Bauherrn und Entwurfsverfasser muss durch Vorlage entsprechender Belege (z. B. Brandschutz, Standsicherheit) nachgewiesen werden.

 

Die Gebühren für eine Baugenehmigung betragen, je nach Art des Bauvorhabens und Art des Genehmigungsverfahrens, zwischen 1 v.T. und 4 v. T. der Baukosten. Die Gebühren können sich reduzieren, wenn der Bauantrag abgelehnt oder zurückgenommen wird.

 

Ansprechpartner: Landratsamt Passau, Sachgebiet 62, Domplatz 11, 94032 Passau, www.landkreis-passau.de

 

 

Anschlüsse an Versorgungseinrichtungen

Das Bauvorhaben muss an die öffentlichen Versorgungseinrichtungen angeschlossen sein. Erschließungsbeiträge für die erstmalige Herstellung der Erschließungsstraße sind in der Regel bereits im Grundstückspreis enthalten.

 

Bauvorhaben sind grundsätzlich an die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung anzuschließen. Hierfür erhebt der Markt Aidenbach sogenannte Herstellungsbeiträge, über deren Höhe Sie sich hier informieren können.

 

Die Kosten für den Teil des Hausanschlusses, der im privaten Grundstück liegt, sind vom Bauherrn zu tragen. Unbedingt zu beachten sind die technischen Vorgaben der Wasserabgabesatzung und der Entwässerungssatzung des Marktes Aidenbach.

 

Bauwasser

Da bei einem Neubau schon bald Wasser benötigt wird, ist es notwendig, sofort einen Bauwasserzähler zu beantragen. Damit steht Ihnen sofort Wasser auf der Baustelle zur Verfügung. Selbstverständlich ist die Fertigstellung des Bauvorhabens umgehend dem Markt Aidenbach mitzuteilen, nur dann kann „Bauwasser“ abgerechnet werden. Beim Bauwasser werden keine Kanalgebühren berechnet.

 

Regenwassernutzung, Gartenwasserzähler

Regenwassernutzung

Für die Toilettenspülung und die Gartenbewässerung besteht die Möglichkeit, gesammeltes Niederschlagswasser im Haushalt zu verwenden. Bitte beachten Sie hierzu die nebenstehenden Formblätter.

 

Gartenwasserzähler

Grundstückseigentümer haben die Möglichkeit, das auf dem Grundstück zur Bewässerung von Gartenflächen verbrauchte Leitungswasser bei der Berechnung der Kanaleinleitungsgebühr außer Betracht zu lassen. Zum Nachweis dieses Verbrauchs wird an zugänglicher, frostsicherer Stelle ein gesonderter vom Markt Aidenbach zu beziehender Wasserzähler innen fest eingebaut. Der Zähler muss nach dem Eichgesetz nach sechs Jahren gewechselt werden. Für die Kosten dieser Messeinrichtung muss der Grundstückseigentümer aufkommen.

Das über diesen Gartenzähler bezogene Wasser darf nur zur Gartenbewässerung bezogen werden. Dieses Wasser darf der Kanalisation nicht zugeführt werden. Missbrauch kann strafrechtlich geahndet werden.

 

 

Vergabe der Straßennamen und Hausnummern

Die Straßennamen werden in der Regel bereits bei der Erstellung der Bebauungspläne durch die Gemeinden bestimmt.

 

Sobald Sie einen Bauantrag einreichen, wird im Verlauf des Bearbeitungsverfahrens auch eine Hausnummer vergeben. Sie müssen Ihr Grundstück beziehungsweise Ihr Haus mit der vom Markt Aidenbach vergebenen Hausnummer deutlich kennzeichnen. Die Hausnummer benötigen Sie für das Einwohnermeldewesen und soll das Auffinden des Grundstückes in Notsituationen (z.B. für Rettung, Polizei und Feuerwehr) erleichtern.