Unterer Markt

Die Sanierung des Unteren Marktes ist eines der bestimmenden Themen in den nächsten Jahren. Der Marktrat hat das Büro Arc Architekten aus Bad Birnbach beauftragt, ein Konzept für das gesamte Quartier Unterer Markt zu erarbeiten. Bei diesem Konzept wird jedoch großer Wert auf die Meinung der Bürgerinnen und Bürger gelegt, die vor Ort leben.

Das Konzept schlägt einige Maßnahmen für den Unteren Markt vor. So könnte langfristig das ein oder andere Gebäude verschwinden, um den anderen Gebäuden mehr Luft und insgesamt mehr Platz für kleinere Grünflächen zu schaffen. Das ehemalige Krankenhaus soll zu einem Bürgerzentrum umgebaut werden. Für die Fläche zwischen der Staatsstraße und der Karlstraße wäre ein Parkdeck angedacht. Es sollen Parkmöglichkeiten auf zwei Ebenen geschaffen werden.

Aber warum ein Parkhaus?
Für diesen Bereich macht man sich schon seit längerer Zeit Gedanken. Bereits im Jahr 2013 erstellte die Architekturschmiede Oswald einen Rahmenplan für das Areal und schlug zum einen eine Bebauung und zum anderen eine Freifläche vor. Bei der Bebauung konnte man sich grundsätzlich das Dokumentationszentrum, aber auch eine Wohnbebauung oder eine Freifläche vorstellen. Aus städtebaulicher Sicht lehnten die Fachleute der Regierung von Niederbayern es jedoch ab, neben dem „riesigen“ Marktplatz eine weitere große Freifläche im Zentrum zu schaffen. Zudem war der Untere Markt, wie auch das Konzept der ARC-Architekten aufzeigt, historisch betrachtet immer bebaut. Darum sei einer Bebauung an dieser zentralen Stelle auf jeden Fall der Vorzug vor einer Freifläche zu geben. Für eine Bebauung der Fläche fand man aber wie befürchtet keine Investoren aus dem Wohnungsbau, v.a. auf Grund des Zuschnitts des Grundstücks und der Verkehrsbelastung. Auch für das Dokumentationszentrum gibt es geeignetere Standorte, v.a. da die Regierung keine Neubauten fördert. Dann kam man auf die Lösung „Parken“. Dass es am Marktplatz ein Parkproblem gibt, ist hinlänglich bekannt. Auf der anderen Seite kann man das Dauerparken aber nicht einfach nur verbieten, man muss den Eigentümern auch Möglichkeiten anbieten, ihr Fahrzeug ordnungsgemäß abstellen zu können. Gerade für die Eigentümer am Unteren Markt, wo es überall an Parkplätzen mangelt. Und dass Parkmöglichkeiten an dieser Stelle angenommen würden, zeigt die aktuelle Freifläche. Nachdem diese Lösung als Parkhaus alle Wünsche und Bedürfnisse vereinigt, stimmt die Städtebauförderung den Entwurfsplanungen der ARC-Architekten auch grundsätzlich zu. Eine erste grobe Kostenschätzung beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro, darin sind bereits die Kosten für das unmittelbare Umfeld enthalten. Im Detail sind natürlich noch einige Fragen zu klären, z. B. der Grundriss und die Außengestaltung des Parkhauses oder auch der künftige Verlauf der Staatsstraße. Im Osten des Parkhauses, in Richtung Marktplatz, bestünde zudem noch die Möglichkeit, eine untergeordnete Grünfläche zu schaffen. Finanzieren wird man die Maßnahme vor allem durch Fördermittel aus der Städtebauförderung, daneben werden aber auch Mieteinnahmen zu erzielen sein.

Und nun geht es endlich los!

Nachdem der Marktrat entschieden hat, dass an der Fläche am Unteren Markt mit dem Parkhaus wieder eine Bebauung entstehen wird, hat die Regierung endlich grünes Licht zum Abriss der beiden noch verbliebenen Häuser gegeben. Dank der Firma Mailhammer gehört dieser Schandfleck für Aidenbach nun der Vergangenheit an.

Gesamtplan

Auf dem Gesamtplan sind die geplanten Veränderungen im Unteren Markt zu sehen.

Fläche I - Vorplatz Getränkemarkt

Der Vorplatz des Getränkemarkts wird optisch erheblich aufgewertet. Die Grünfläche rund um die "Einheitslinde" wird erweitert, außerdem wird der Bodenbelag komplett erneuert.

Teilansicht Fläche II - Karlstraße, Bürgersteig und das Parkdeck

Auf dieser Grafik ist zu sehen, wie sich das Parkdeck zwischen Karlstraße und Staatsstraße einfügen könnte. Es würde sogar ein breiterer Bürgersteig entstehen. Hier ist auch eine Seitenansicht des Parkdecks zu sehen.

Mögliche Neugestaltung Bereich ehem. Autohaus Hölzlberger

Ein Abriss der bisherigen Bebauung schafft Platz für Neues.