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EIN SCHICKSALHAFTES KAPITEL DER BAYERISCHEN GESCHICHTE

Um die Wende zum 18. Jahrhundert brach eine Katastrophe über Bayern herein. Ausgelöst durch den Spanischen Erbfolgekrieg erwuchs der Bayerische Volksaufstand, der tausenden Menschen das Leben kostete. Im Oberland wurden bei der "Sendlinger Mordweihnacht" die Aufständischen niedergemetzelt. Die entscheidende Schlacht im Bayerischen Unterland fand in und um Aidenbach am 8. Januar 1706 statt. Wutentbrannte einfache Leute, Bauern und Fahnenflüchtige erhoben sich gegen die tyrannische Besatzung Österreichs und kämpften erbittert gegen ein ausgebildetes Heer. Ihr Kampfesmut wurde leider nicht belohnt, alle Aufstände niedergeschlagen. Doch die Erinnerung bleibt. An mutige Menschen, die für ihre Freiheit – die Freiheit Bayerns – kämpften und nachwievor Vorbild für nachfolgende Generationen sind.

ENTDECKEN SIE DIE ORIGINALSCHAUPLÄTZE DER AIDENBACHER BAUERNSCHLACHT

An drei markanten Orten um Aidenbach sind Denkmäler zur Erinnerung an die Aidenbacher Bauernschlacht errichtet worden: Handlberg, Kleeberg und Reschdobl. Steht man an diesen Orten, fühlt man die Historie, die sie umgibt. Mit etwas Fantasie sieht man vor dem geistigen Auge, wie sich Bauern und Kaiserliche auf den Hügeln gegenüber standen und erbitterte Kämpfe in den Höfen der Weiler ringsum stattfanden. Noch heute finden Bauern beim Ackern gelegentlich Überbleibsel dieser Schlacht. Stumme Zeugen einer düsteren Zeit in dieser jetzt so friedvollen Umgebung.